Unser Spielplan


 In Vorbereitung:

ASTORIA

Die Erde hat Menschen 

Eine Bühnenfassung aus Jura Soyfers

Astoria, Der Lechner Edi schaut ins Paradies und Der Weltuntergang

von Peter W. Hochegger

 

Es spielen:

Stefanie ELIAS

Fritzi (Lechner Edi), Anastasia, Rosa (Astoria), Komet (Weltuntergang) u.a.

Max KONRAD

Edi (Lechner Edi), Paul, Polizist (Astoria), Mars (Weltuntergang) u.a.

Bernhard HORN

Galilei, Kolumbus, Portier (Lechner Edi), Pistoletti (Astoria), Guck, Mond (Weltuntergang) u.a.

Natalie June OBERNIGG

Motor (Lechner Edi), Hortensia, Lady P. (Astoria), Venus (Weltuntergang) u.a.

Johanna MEYER

Galvani, Richterin (Lechner Edi), Gwendolyn (Astoria), Sonne (Weltuntergang) u.a.

Andreas SEIDL

Hupka (Astoria), Saturn ( Weltuntergang) u.a.

 

Akkordeon:

Edi KADLEC

 

Technik:

Martin HORNIG

 

Regie und Organisation:

Peter W. HOCHEGGER

 



Inhalt:

Die Erde bringt das harmonische Gleichgewicht im Weltall ins Wanken. Sie hat – Menschen! Sie zerstören nach und nach ihren Heimatplaneten.

Die Sonne schickt daher einen Kometen zur Erde, der den blauen Planeten vernichten soll, um die Harmonie im Sonnensystem wieder herzustellen.

Am Weg zur Erde lernt der Komet die Erdenbewohner*innen immer besser kennen.

Er sieht ihren Kampf ums Überleben, ihr Scheitern, aber auch ihre Hoffnungen und Wünsche.

Wird er seinen Auftrag erledigen und die Erde vernichten?

 


ASTORIA - Die Erde hat Menschen

Anlässlich seines 110. Geburtstags verknüpfen wir Szenen aus Jura Soyfers Theatertexten DER WELTUNTERGANG, DER LECHNER EDI SCHAUT INS PARADIES und ASTORIA  

zu einer melancholisch-komischen Geschichte über den Überlebenskampf der Menschen in einer vom Kapitalismus geprägten Leistungsgesellschaft, in der Menschlichkeit und Solidarität

von autoritären politischen Strömungen ausgehöhlt werden.

Der Visionär Soyfer hat nicht nur politische und gesellschaftliche Entwicklungen vorausgesehen, sondern auch Eigentümlichkeiten der menschlichen Seele und der österreichischen Mentalität auf humor- und liebevolle Weise heraus gearbeitet, die sich auch in der gesellschaftlichen Ordnung und der Bürokratie niederschlagen und sich bis heute kaum geändert haben: die schwerfälligen bürokratischen Apparate, die zögerliche Diplomatie, die sensationslüsternen Medien, die Autoritätshörigen und die Realitätsverweigerer. 

 Soyfer beschreibt aber nicht nur die Probleme, Nöte und  Schwächen der Menschen, sondern auch ihre Hoffnungen und Träume.

Er erzählt von ihren Visionen und Utopien, an deren Umsetzung sie meist scheitern.   

Und er bleibt allen widrigen Umständen und Widersprüchlichkeiten zum Trotz, auch was seine eigenes Leben betrifft, ein unverbesserlicher Optimist. 

Vor allem aber ruft er uns immer wieder in Erinnerung, dass es an uns selbst liegt, wenn wir in einer gerechteren, menschlicheren und intakten Welt leben wollen.

 

Unsere Geschichte führt einerseits mit Phantasie bis zur bevorstehenden Erschaffung des Menschen zurück und andererseits in die Utopie eines erfundenen, „idealen“ Staates namens Astoria.

Diese märchenhafte, an „Sience fiction“ erinnernde Erzählweise mit viel Action, satirisch überzeichneten Szenen und kabarettistisch-witzigen Dialogen

wird sowohl Erwachsene als auch Kinder und Jugendliche ansprechen.


JURA SOYFER

Geboren: 8. Dezember 1912 Charkow, im zaristischen Russland

Gestorben: 16. Februar 1939, KZ Buchenwald/ Deutschland

Jura Soyfer wurde als Sohn eines jüdischen Industriellen in Charkow geboren.

1920 flüchtete seine Familie nach Österreich.

In Wien wurde er Journalist bei der Arbeiterzeitung 

und schrieb Theaterstücke und Sketches für Leon Askins politisches Kabarett ABC.

1938 wurde er – zunächst durch eine Verwechslung – an der Schweizer Grenze verhaftet.

1939 starb er an Typhus, wenige Tage vorm Eintreffen der Ausreiseerlaubnis.